Jurystatements 2021

 

Projekt: Jefta van Dinther
Antragsteller: Jefta van Dinther, Berlin 
Kofinanziert von: Land Berlin, Swedish Arts Council, HAU Hebbel am Ufer, Norrlands Operan Umeå, Dansens Hus-Stockholm u.a.

Der in Berlin ansässige Tänzer und Choreograf entwickelt seit 2008 eigene Stücke und das von Anfang an auf hohem künstlerischem Niveau, wofür er bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Spätestens mit der Aufführung GRIND (2011) wurde klar, dass hier ein Künstler am Werk ist, der in seinen Arbeiten Bewegung, Sound und Licht auf vollkommen gleichberechtigter Ebene zu verschmelzen weiß und dadurch seine einzigartige Handschrift erkennen lässt. Die Förderung von TANZPAKT soll jetzt den professionellen Aufbau und die Verankerung einer international aufgestellten Company mit sieben Tänzer:innen in der Stadt Berlin ermöglichen. Die beiden für die kommenden Jahre geplanten großen Ensemblearbeiten werden von einem Mentoring-Programm für Nachwuchskünstler:innen begleitet, das Modellcharakter haben könnte. Nicht zuletzt haben die Jury die im Antrag skizzierten praktischen Ansätze zum nachhaltigen Produzieren und Touren überzeugt.

 

Projekt: UNIque@dance / Netzwerk für mixed-abled Tanzausbildung
Antragsteller: DIN A 13 tanzcompany, Köln
Kofinanziert von: Land Nordrhein-Westfalen, Stadt Köln, Aktion Mensch, Kämpgen-Stiftung

DIN A 13 tanzcompany ist wohl das über Deutschlands Grenzen hinaus bekannteste Ensemble aus Tänzer:innen mit und ohne körperlicher Behinderung. Seit 1995 entwickelt es unter der künstlerischen Leitung von Gerda König neue ästhetische Kategorien, die unsere Sehgewohnheiten immer wieder neu hinterfragen. Mit dem Dreijahres Programm UNIque@dance soll nun die längst überfällige Basis für eine inklusive Tanzausbildung aufgebaut werden: mittels eines bundesweiten Netzwerks aus Hochschulen, Vermittler:innen und Expert:innen mit Behinderung für mixed-abled Tanz, Fachverbänden etc. Die Jury erhofft sich, dass es der DINA A 13 tanzcompany mit Unterstützung von TANZPAKT in den nächsten Jahren gelingen wird, die Struktur an den Tanzhochschulen für Tänzer:innen mit Behinderung so zu verändern, dass die Diversität von Körpern zu einem festen professionellen Bestandteil der Kultur- und Bildungslandschaft werden kann.

 

Projekt: MACHBARSCHAFTEN
Antragsteller: Sebastian Weber Dance Company, Leipzig 
Kofinanziert von: Land Sachsen-Anhalt, Stadt Leipzig, Stadt Bernburg, Stadt Meißen, Stadt Staßfurt, Salzlandkreis

Das Konzept „Machbarschaften“ hat die Jury auf ganzer Linie überzeugt, da die Professionalisierung der Company mit dem Aufbau von strukturellen Nachbarschaften verknüpft wird: Mit 10 Tänzer:innen ist die SWDC inzwischen eines der größten freien Ensembles im Osten Deutschlands, das seine Aktivitäten und damit stetig wachsenden Produktionsstrukturen nun um eine eigene Probebühne erweitern will, die auch anderen Akteur:innen der freien Szene zur Verfügung stehen soll. Neben einer Verpartnerung mit internationalen Steptanz-Zentren in Barcelona und Liége liegt der Fokus der nächsten Jahre auf der Entwicklung regionaler Strukturen: Mit neuen Partner:innen wird ein mitteldeutsches Gastspiel-Netzwerk initiiert, das von partizipativen Tanzvermittlungs-formaten wie „COWBOY CONCERTS“ begleitet den Tanz in kulturschwachen Regionen verankert. Für den Austausch, die Vernetzung und das Teilen von Ressourcen lädt die Company zu jährliche MACHBARSCHAFTSTREFFEN ein, deren Themen sich immer wieder neu aus der Praxis speisen werden.

 

Projekt: Landerer&Company
Antragsteller: Landerer&Company, Hannover
Kofinanziert von: Land Niedersachsen, Stadt Hannover, Stiftung Niedersachsen

Die langjährige und nachhaltige Aufbauarbeit der Tanzcompagnie von Felix Landerer, ansässig in Hannover, soll gestärkt werden. Es wird ein festes vierköpfiges Tanzensemble gebildet, um eine langfristige Planung und stabile Arbeitsstruktur zu ermöglichen. Die Förderung setzt den Rahmen für ein umfassendes Vermittlungsprogramm und unterstützt die Idee, einer Begleitung und Reflexion über faires und nachhaltiges Arbeiten. Die langfristige Perspektive ermöglicht die Entwicklung und Sicherung einer starken, künstlerischen Handschrift. Die Jury begrüßt die bestehenden engen und qualitativ hochwertigen Partnerschaften mit der Stadt, dem Staatstheater und anderen Spielorten der Freien Szene, die verfestigt und weiterausgebaut werden und damit einen wichtigen Beitrag zur Tanzlandschaft in Niedersachsen mit Schwerpunkt in Hannover leisten.

 

Projekt: INTER-ACTIONS – more than a dance company
Antragsteller: Edan Gorlicki / INTER-ACTIONS, Heidelberg
Kofinanziert von: Land Baden-Württemberg, Stadt Heidelberg

Inter-Actions mit Choreograf Edan Gorlicki prägt die Tanzlandschaft in Heidelberg und der Metropolregion Rhein-Neckar maßgeblich und hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Aufbauarbeit für die freie Tanzszene geleistet. Die Jury freut sich, wenn die vorhandenen Strukturen nun mit dem vielfältigen und umfassenden Programm THINKING-ACTIONS fortgeführt, stabilisiert und erweitert werden. Ein Ortswechsel des der gesamten Heidelberger Tanzszene zur Verfügung stehenden Coworking Tanzstudios ist geplant und ein vielschichtiges Programm vernetzt die beteiligten Tanzschaffenden untereinander und schafft die Rahmenbedingungen für künstlerische Qualität. Es entsteht eine Plattform für Austausch unter Künstler*innen, mit dem Publikum sowie der Politik. Das breite Angebot an Vermittlung, Partizipationsmöglichkeiten, Förderung von Kreativität, Mitgestaltung und Mitsprache schafft einen fruchtbaren Boden, um den Tanz in dieser Region und weit darüber hinaus weiter zu stärken und sichtbar zu machen.

 

Projekt: TANZPAKT in residence (AT)
Antragsteller: Villa Wigman für TANZ, Dresden
Kofinanziert von: Land Sachsen, Stadt Dresden

Seit 2016 engagiert sich ein freies Netzwerk Tanzschaffender in Dresden für den Erhalt, die Sanierung und den Ausbau der ehemaligen Wirkungsstätte von Mary Wigman. Mit Unterstützung einer TANZPAKT Stadt-Land-Bund-Förderung ist es dem Kulturamt der Stadt Dresden und in Kooperation mit dem Produktionszentrum HELLERAU 2019 gelungen, in Dresden ein längst überfälliges Zentrum für die sehr aktive freie Tanzszene zu entwickeln. Die Jury sieht in dem beantragten Residenzprogramm des Villa Wigman für Tanz e.V. einen wichtigen Schritt zur Weiterentwicklung dieses freien Produktionshauses und ist überzeugt davon, dass durch die Förderung nach Abschluss der Sanierung ein bedeutender neuer Standort für die freie Tanzszene in Ostdeutschland entsteht.

 

Projekt: Hebel für die Exzellenz
Antragsteller: TanzFaktur, Köln
Kofinanziert von: Land Nordrhein-Westfalen , Stadt Köln, Westwerk Immobilien GmbH & 
Co.KG, Annelie und Uwe Hoffmanns Stiftung

Die TanzFaktur hat sich in den vergangenen Jahren mit großer Beharrlichkeit und kontinuierlicher Aufbauarbeit zu einer wichtigen Produktionsstätte für den Tanz in Köln und darüber hinaus entwickelt. Das spiegelt sich auch in der Unterstützung durch Stadt und Land wider. Die Jury sieht im weiteren Ausbau der WerkHalle eine wichtige infrastrukturelle Entwicklung für den Tanz in der Region, mit großem Potential für die freie Szene und überregionaler Strahlkraft. So zeigt sich hier exemplarisch, welche Hebelwirkung das Förderprogramm TANZPAKT Stadt-Land-Bund entfalten kann, um nachhaltige Strukturen für den Tanz zu entwickeln und dauerhaft zu stärken.

 

Projekt: Geben-Nehmen-Brauchen
Antragstellerin: Jenny Beyer, Hamburg
Kofinanziert von: Land Hamburg

Unter dem Motto „geben, nehmen, brauchen“ formuliert Jenny Beyer ein ebenso ambitioniertes wie fest in ihrer bisherigen Praxis verankertes Vorhaben. Anknüpfend an die „Offenen Studios“, die sie bereits seit 2014 durchführt, erweitert sie deren Einzugsgebiet anhand eines Paradigmenwechsels, der die Jury besonders überzeugt hat: Aus Audience-Involvement wird Audience-Developement. Mit der nächsten Entwicklungsstufe der „Offenen Studios“ bewegt sich Jenny Beyer nun (nicht nur aber auch räumlich) auf das Publikum zu und entwickelt neue Strategien der Ansprache und der Öffnung, um Menschen zu erreichen, die nicht in den üblichen Verteilern kultureller Angebote sind und bisher leicht aus dem Fokus geraten.

 

Projekt: tanz.nord
Antragsteller: Stadt Bad Oldesloe / Sachbereich Kultur
Kofinanziert von: Land Schleswig-Holstein, Land Hamburg, ArGE Stormarn kulturell 
stärken, Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn

Die regionalen Unterschiede in der Tanzlandschaft in Deutschland sind ebenso auffällig wie die Unterschiede zwischen Stadt und Land. Die Jury begrüßt, dass das Projekt von tanz.nord zwei Regionen und zwei unterschiedliche Lebensräume verbindet und dabei auch nicht vergisst, dass ländliche Regionen nicht erst hinter den Stadtgrenzen beginnen, sondern auch Teil von Metropolregionen sind. So wird nicht der Gegensatz von Regionen gegen einander ausgespielt, sondern auf der Grundlage von gemeinsamen Aufgaben ein Modell entwickelt, das die Verbreitung und Vermittlung von Tanz jenseits der üblichen Zentren umfassend angeht.

 

Projekt: Profilierung der FORWARD DANCE COMPANY von LOFFT - DAS THEATER
Antragsteller: LOFFT – DAS THEATER, Leipzig
Kofinanziert von: Land Sachsen, Stadt Leipzig

Das Lofft als wichtiger Produktionsstandort in Sachsen und national wie international vernetzte Spielstätte betreibt seit 2019 die mixed-abled Tanz Company Fast Forward Company. Die Jury ist überzeugt davon, dass die Fast Forward Company nach ersten Produktionen in den vergangenen zwei Jahren mit der Förderung die nächsten Schritte gehen kann, um die eigene Praxis durch neue Kooperationen und Produktionen zu stabilisieren und weiterzuentwickeln. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Verknüpfung von Recherche, Produktion, Vermittlung und Touring, die sowohl eine starke Entwicklung des Ensembles als auch der Produktionsstruktur bewirken kann.

 

Projekt: Tanzhaus temporär – Auf dem Weg zu einem Tanzhaus für Kassel
Antragsteller: Tanzwerk Kassel
Kofinanziert von: Land Hessen, Stadt Kassel, Gerhard Fieseler Stiftung, cdw Stiftung, 
Kasseler Sparkasse

Mit Tanzhaus temporär wird eine Initiative gestärkt, die exemplarisch für eine mittelgroße Stadt eine nachhaltige in die Exzellenz führende Struktur für den Tanz entwickelt. Aufbauend auf intensivem, zum Teil über 25-jährigem Engagement vieler Akteure für den zeitgenössischen Tanz wird hier eine belastbare Struktur etabliert, die Sichtbarkeit, Professionalisierung und gesellschaftliche Relevanz bedeutet. Die inhaltlichen und organisatorischen Überlegungen mit temporärem Tanzhaus, Festival und Symposium sowie Profitrainings, Gastlehrer:innen und Recherche-Wochenenden bilden eine Grundlage, die als Best Practice auch die Chance beinhaltet, vielfältige Nachahmer in anderen deutschen Städten zu finden. Die Jury hat begeistert, wie die das Projekt die in ehrenamtlicher Arbeit entstandenen Strukturen in Stadt und Region sinnvoll weiterführt und nachhaltig verankert.

 

Projekt: tanz(t)räume
Antragsteller: LUNA PARK, Berlin
Kofinanziert von: Land Berlin, Gesundbrunnen-Grundschule

Die Initiative LUNA PARK arbeitet seit etlichen Jahren an der Schnittstelle zwischen zeitgenössischem Tanz und kultureller Bildung mit Kindern und Jugendlichen - mehrheitlich mit Migrationshintergrund - und hat hier bereits Hervorragendes und Beispielhaftes geleistet. Ihre Projektidee, an einer Grundschule zeitgenössischen Tanz durch Künstlerresidenzen als Motor der kulturellen Teilhabe zu nutzen und über sprachliche Grenzen hinweg nachhaltig zu wirken, ist so innovativ wie einleuchtend. Die sehr gute Vernetzung der Initiative mit Kulturinstitutionen und Bildungspartnern im Berliner Kiez Wedding verspricht ein erfolgreiches Arbeiten auf Augenhöhe in einem sozial- und kulturräumlichen Umfeld, das mit der Kunstform Tanz bislang nur selten in Berührung gekommen ist. Die Jury verspricht sich von tanz(t)räume eine modellhafte Entwicklung von Tanzresidenzen an Schulen bis hin zur Verstetigung in bildungspolitischen Curricula.

 

Projekt: Tanzinitiative Brandenburg
Antragsteller: fabrik Potsdam
Kofinanziert von: Land Brandenburg, Stadt Cottbus, Stadt Potsdam

Die von der Fabrik Potsdam und der TANZwerkstatt Cottbus/Tanzcompagnie golde g. geplante Tanzinitiative Brandenburg hat sich zum Ziel gesetzt, die Tanzstrukturen in Brandenburg, die seit den 80er Jahren in erschreckender Weise von Abwicklung und Aushöhlung betroffen waren, in den Fokus zu nehmen und gezielt zu stärken. Aufbauen können sie dabei auf den Erfahrungen des ersten Vernetzungsprojektes der zeitgenössischen Tanzszene Brandenburgs - dem im Rahmen von TANZPAKT RECONNECT geförderten Residenzprogramm "DiR Brandenburg“. Zentrale Bausteine des Projekts sind Informationsaustausch, Residenzen jenseits der Metropolen, Recherchen und Arbeitstreffen, Programme zu Professionalisierung und Weiterbildung und das Erschließen neuer Arbeitsfelder für Tanzschaffende.In der intensiven Netzwerkarbeit der Partner sowie in der proaktiven Anbindung an bestehende Festival- und Veranstaltungsformate sieht die Jury hervorragendes Potential für die Entwicklung einer nachhaltigen und tragfähigen Struktur für den freien zeitgenössischen Tanz in Brandenburg.

Statements of the Jury 2019


Project: Offensive Tanz für junges Publikum
Applicant: Offensive Tanz für junges Publikum, Berlin
Co-financed by: Land Berlin

The Offensive Tanz für junges Publikum (dance for young audiences offensive) will bring together and network with existing actors in the field of ‘dance for young audiences’ and establish a continuous, high-quality offering for peopled aged from 0 to 18 years, and in doing so achieve an exceptional level of excellence in the sector and continue to enhance dance as an art form. The special thing about this co-operative partnership is the union of two young stakeholders, namely PURPLE – International Dance Festival for Young Audiences and the TANZKOMPLIZEN initiative, which were only launched in 2017 but have nonetheless been very successfully established, with two already well-known venues for children’s and youth theatre, namely Theater Strahl (founded in 1987) and Theater o.N. (founded in 1979), which are striving to develop their sector of the dance world. The four partners have set themselves ambitious goals but their application has convinced the jury that they can, in addition to innovative transfer formats, put dance for young audiences on an exceptional and sustainable footing in Berlin in terms of structure, audience attraction, visibility, transfer and production.


Project: Villa Wigman + Hellerau - Tanzpakt Dresden
Applicant: Amt für Kultur und Denkmalschutz Dresden
Co-financed by: Land Sachsen, Stadt Dresden, TreuBau Stiftung

Tanzpakt Dresden is aiming to sustainably strengthen dance in the city via two measures as well as a co-operation of two main stakeholders: on the one hand, targeted construction measures will turn the Villa Wigman into an independently run rehearsal and production space for the city’s independent scene; on the other hand, the HELLERAU – European Centre for the Arts will set up a comprehensive residency programme in which both high-quality stagings and in particular larger formats will be produced and presented. According to the jury: “The application from the City of Dresden offers impressive evidence of the local commitment to Dresden as a dance location and is supported content-wise by an equally convincing and sustainable co-operation project involving the local independent scene and an established international production venue. Refitting the Villa Wigman will not only reactivate an important location in dance history but will also take a major developmental step towards establishing an excellent dance location, and thus also laying the foundations for presenting independent dance productions on an equal footing at HELLERAU.”


Project: Der Freiraum
Applicant: Ben J. Riepe Company, Düsseldorf
Co-financed by: Land Nordrhein-Westfalen, Stadt Düsseldorf, Kunststiftung NRW

Der Freiraum (the free space) sees itself as a development and co-operation project for the creation of an ‘artist-run space’. In newly rented rooms, the Ben J. Riepe company will be setting up a research, residency, production and co-working space available free of charge to artists in and around Düsseldorf. The aim is to provide a protected space for art that is not based on actual production, is run on the basis of a flat hierarchical structure and facilitates open encounters, exchange and synergies in a lasting way.
“By creating an interdisciplinary artistic production location, the project is filling an important gap and at thereby providing substantial support for the on-going development of Düsseldorf’s professional dance scene.” The jury acknowledges the explicitly co-operative approach of an excellent applicant that in recent years has already been presenting consistently high quality choreographic works and through this concept will be creating sustainable artistic spaces in a self-managed structure and testing new forms of partnership working and exchange. 


Project: Tanzpakt Stuttgart
Applicant: Stadt Stuttgart, Kulturamt
Co-financed by: Stadt Stuttgart

The City of Stuttgart will be providing the independent scene with its own venue from 2023 onwards. As moderator, the Office for Culture in Stuttgart has brought together various partners (Theater Rampe, Akademie Schloss Solitude, Musik der Jahrhunderte, Produktionszentrum Tanz+Performance and the non-profit organisation Freie Tanz- und Theaterszene) in order to strengthen the interdisciplinary quality of contemporary dance together. The concept adopts a holistic approach: in addition to spaces and production funding, resources will also be made available for artistic research. The areas of training, research and art education will be included from the start. A biennial interdisciplinary festival will be jointly curated. The concept impressed the jury on account of its use of established, well-known local partners who are either opening themselves up to contemporary dance or wishing to strengthen this field. The project is therefore able to benefit from experience and good local roots from the start and it promises to make lasting improvements in Stuttgart’s independent dance scene.


Project: TanzRAUM Nord - Global Moves
Applicant: Felix Landerer and Helge Letonja, Bremen/Hanover
Co-financed by: Land Niedersachsen, Land Bremen, Stadt Hannover, Stiftung Niedersachsen, Theater Bremen, Karin und Uwe Hollweg-Stiftung

The jury was particularly impressed by the coming together of two choreographers – Felix Landerer (Hanover) and Helge Letonja (Bremen) – with the intention of creating a contemporary ensemble of ten consistently engaged dancers. Co-operative networking models of this kind are needed for the development of structures that are effective in the long term. Tandem productions with four local and international choreographers each time will also open up new perspectives for other artists in their own work. The linking up of the independent scene with municipal and state theatres, e.g. as partners for guest productions, means that TanzRAUM Nord - Global Moves has the potential through and beyond TANZPAKT to strengthen the structure and quality of contemporary dance in the northwest region in the long term. Productions and co-operations with the ensemble will open up new fields of work for local dance professionals, e.g. the newly established production offices in both cities will be offering one-to-one consultation sessions to artists.


Project: Nomadische Akademie
Applicant: Anna Konjetzky, Munich
Co-financed by: Stadt München

“The jury supports the special and thus outstanding aspect of Anna Konjetzky’s application for the establishment of the NOMADISCHE AKADEMIE which is to initiate a network project alongside the strengthening of her own Munich-based dance company with which she has achieved a high artistic quality as well as great success and recognition. The network project will instigate a stimulating and mutually reinforcing dialogue between the Munich and Bavarian dance scenes and international networks in Poland, Palestine and Australia. The Munich and Bavarian dance landscape is currently lacking a permanent discourse on questions of dance aesthetics and production methods. Initially as a temporary training, educational and research centre, the NOMADISCHE AKADEMIE is thus attempting to present the topic of border(s) and alternative spaces/communities in both theory and practice and in the shape of three annual platforms with international representation, at the same time taking the needs of the respective local scenes into account. The close will be a dance festival in Munich featuring new choreographic works and a symposium involving all participants and new artistic positions.” 


Project: Cologne Dance-Circus Festival
Applicant: Overhead Project, Cologne 
Co-financed by: Land Nordrhein-Westfalen, Stadt Köln

Tim Behren and Florian Patschovsky are at the forefront of exploring the border area between contemporary circus and dance in the German-speaking region. Their powerful performances tour nationally and internationally. Their Cologne-based company Overhead Project develops model formats for presentation and production in the crossover genre of dance and circus. The new TANZPAKT-funded Cologne Dance-Circus Festival, which will feature a programme of performances, workshops and a symposium, is creating a new platform for this genre, which still has little presence in Germany, and thereby helping it to achieve greater visibility and encouraging national and international artists, circus artists and acrobats to connect the two art forms. A residency programme and the mentoring format Junge Wilde (wild youth) will be dedicated to promoting existing and up-and-coming artists, and will thus develop a reach in and beyond Cologne and NRW. The Cologne Dance-Circus Festival is also intended to attract new audience groups. The jury was impressed by both the ensemble and the precisely outlined sections of the festival. 
 

Statements of the Jury 2018

 

Project: Teilgesellschaften / Sub-societies
Applicant: Antje Pfundtner in Gesellschaft / Antje Pfundtner in Society

The jury was convinced by Antje Pfundtner’s project Teilgesellschaften because of the plausible way it builds on and continues the choreographer’s previous artistic work. Her ‘round table societies’ are intended to create a platform to enable and promote the sharing of information, ideas and experience among artists and thereby influence the scene – an initiative that the jury feels is certainly welcome and worthy of support. By strengthening the structure of her dance company and its artistic creativity, Antje Pfundtner is also ensuring excellence in her own work.


Project: Making a Difference
Applicant: Sophiensaele 

The jury is supporting the Making a Difference project as it is underpinned by a special concept to promote dance with and for people with physical and sensory disabilities. The project’s interesting modules, stretching over several years, and the planned strengthening of national and international networks make it a unique undertaking.


Project: EinTanzHaus+
Applicant: EinTanzHaus 

The jury welcomes the initiative – developed by the artist tandem Eric Trottier and Daria Holme, and supported by the City of Mannheim and the State of Baden-Württemberg – to establish a contemporary dance centre in the southern region of Germany. Realisation of the concept will promote the development of a model meeting place with opportunities for performance, theoretical discourse, and residency and workshop programmes for dance with a national and international reach. EinTanzHaus+ can therefore become a venue with a professional infrastructure but which also attracts southern Germany’s fledgling but lively independent dance scene and the project is also flanked by the establishment of a junior company and co-operations with the ZKM centre for art and media in Karlsruhe and the Academy of Fine Arts in Karlsruhe, for example.


Project: TanzWert
Applicant: Tanztheater Erfurt

The funding awarded to this co-operative development concept drawn up by Tanztheater Erfurt with DNT Weimar and Theater Erfurt will provide a fresh boost to the presence and performance of dance in Thüringen, and in doing so enabling the TanzWert project to revitalise dance in the region and establish a stable artistic network in the longer term. The jury also takes a positive view of the inclusion of participatory projects with low-threshold transfer programmes that are intended to support the new productions. This will not only make the diversity of the programme at the theatres both identifiable and visible but also the exemplary nature of the link between an independent dance company and two local theatres.  


Project: Co-operative Dance Development Concept Freiburg
Applicant: Cultural Office of Freiburg

The Co-operative Dance Development Concept Freiburg, which has been drawn up by the Cultural Office of Freiburg, is a model example of how administration can act as a strong partner in the long-term and productive co-design and promotion of a city’s cultural life, including its dance scene. The jury is convinced that the concept, which has been developed by several partners, will make it possible for the independent dance scene to develop itself structurally on a continuous basis and in addition achieve a high level of visibility. In this way, the funding awarded to the project will actively support the consolidation of the independent dance scene in Freiburg and the emergence of a centre of excellence for contemporary dance in Baden-Württemberg.


Project: Vorpommern tanzt an / Western Pomerania dances in
Applicant: Western Pomerania Dance Region 

The Vorpommern tanzt an concept, which emerged from the bundling of expertise at Perform[d]ance (Stralsund), schloss bröllin (Fahrenwalde) and Theater Vorpommern, convinced the jury on all levels. It starts at exactly the right point, with the development of the fundamental structures needed for an independent dance scene need in this region: from the establishment of a centre of competence for dance with choreographic labs and mentoring for young dance creators via a dance transfer programme with touring classroom pieces, qualification measures and an annual dance festival and up to the setting up of a specialist dance agency for regional and national networking.


Project: Gastgeberschaft / BE OUR GUEST!
Applicant: MOUVOIR

The works of the choreographer Stephanie Thiersch stand out for their internationally co-operative stage pieces and above all their interventions in public spaces, for example the recent City Dance Cologne 2016 action involving 500 participants. The funding awarded to the Gastgeberschaft project will help the Cologne-based dance company MOUVOIR to expand its activities in dialogue with other artists, amateurs, experts and local residents, but at the same time without any production pressure, and to forge new alliances with the public and in doing so give dance a stronger place at the heart of society. 


Project: EXPLORE DANCE! Discovering dance for young people
Applicant: fabric moves 

Dance productions for children and young people are still rare in Germany despite the big demand for high-quality works for this target group. The EXPLORE DANCE project intends to close this gap by creating a strong network of theatres and schools in Potsdam, Munich and Hamburg, supported by an international council. The jury welcomes the initiative, which will not only result in new productions but will also invest in networking, artistic reflection and a long-term funding perspective. The hope is for this to lay the foundation for the long-term development of this key area for dance.