MAKING A DIFFERENCE - Sichtbarkeit und Nachhaltigkeit für die crip Tanzszene - Uferstudios

Kofinanziert von: Land Berlin, Kampnagel Hamburg, Theater Rampe, Tanzhaus nrw, Theaterformen/ Real Dance, HAU Hebbel am Ufer/ Tanz im August, Radialsystem, Tanzfabrik Berlin u.a.

Seit 2018 arbeitet das Berliner Netzwerk Making a Difference daran, Leerstellen in Ausbildung, Förderung und künstlerischer Entfaltung für behinderte, Taube und chronisch kranke Künstler*innen zu schließen. In der neuen Projektphase erweitern HAU Hebbel am Ufer/ Tanz im August und Radialsystem das Netzwerk als neue Partner. Zudem wird eine Zusammenarbeit mit fünf weiteren Bundesländern etabliert, mit dem Ziel, die in Berlin entwickelten Ansätze bundesweit zugänglich zu machen. Mit Kooperationspartnern, deren Programme bereits inklusive Tanzpraxen beinhalten, werden gemeinsame Standards für den Barriereabbau in Produktions- und Präsentationsprozessen sowie nachhaltige und vielseitige Perspektiven für künstlerisches Arbeiten etabliert. Residenzen, Ko-Produktionen, Gastspiele und Wissenstransfer gehen mit Sensibilisierungs- und Vermittlungsformaten sowie Peer-to-Peer-Empowerment einher. Making a Difference widmet sich so dem Bedarf nach dauerhafter struktureller Veränderung und stärkt die Sichtbarkeit einer wachsenden Community.

Making A Difference


Chronik

Mit der ersten TANZPAKT-Förderung von Making A Difference von 2018 bis 2024 wurde der Tanz mit und vor allem auch von Performer*innen und Choreograf*innen mit körperlichen und/oder sensorischen Behinderungen unterstützt. Hierfür hatten sich folgende Berliner Institutionen zusammengeschlossen:  SophiensæleTanzfabrik BerlinUferstudiostanzfähigHochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin (HZT)TanzZeitDiversity Arts Culture und Zeitgenössischer Tanz Berlin (ZTB).

Zentrale Leitlinie des Programms war von Anfang an die Besetzung künstlerischer und nicht-künstlerischer Leitungs- und Expertenpositionen überwiegend mit Menschen mit Behinderungen, da sich in der Teilhabe an Entscheidungs- und Gestaltungsmacht gesellschaftliche Gleichberechtigung vollzieht. Eine wichtige Rolle spielte dabei die Vernetzung der Berliner Szene mit international herausragenden Künstler*innen mit Behinderung, die die lokale Szene auch als Mentor*innen unterstützten. In drei choreografischen Laboren forschten Berliner und internationale Künstler*innen mit Behinderungen zu aktuellen Themenstellungen. In vier einmonatigen Doppel-Residenzen arbeiteten internationale und lokale Choreograf*innen mit Behinderungen an eigenen Projekten. Eine abschließende internationale Konferenz erforschte das Thema in seiner Spezifik und Vielfalt und denkt es mit intersektionaler Perspektive weiter.