Informationen und Termine zu den Projekten der ersten Förderrunde:

  • Antje Pfundtner in Gesellschaft: „Teilgesellschaften“

    Antje Pfundtner in Gesellschaft: „Teilgesellschaften“

    Kofinanziert von: Land Hamburg, FFT Düsseldorf

    Kollaboration und Kommunikation sind Aspekte, die die Arbeit von Antje Pfundtner in Gesellschaft (APiG) entscheidend prägen. Das Label steht für die unterschiedlichen künstlerischen Aktivitäten der Hamburger Choreografin Antje Pfundtner, die sie zusammen mit dem Kernteam Anne Kersting (Dramaturgin und Kuratorin) und Hannah Melder (Produktionsleiterin) sowie wiederkehrenden künstlerischen Kooperationspartner*innen und Gästen entwickelt.
    Mit der Förderung von „Teilgesellschaften“ wird es Antje Pfundtner in Gesellschaft möglich, sich bis 2021 strukturell zu konsolidieren. Neben dem Ausbau einer internen Gesellschaftsstruktur, der Kreation eines neuen Gruppenstücks und dem Lancieren eines Wiederaufnahmeformats jenseits von Repertoirebildung startet APiG ein dreijähriges Modellprojekt zur Vernetzung, Ressourcenteilung und Verstetigung eines Austauschs mit Künstler*innen. Das Format „Tischgesellschaften“ steht für eine bundesweite, mobile Diskussionsplattform für Tanz- und Performing Arts-Schaffende und Zuschauer*innen. Mit der regelmäßigen Zusammenkunft zum Austausch kreativer und struktureller Ideen zu „Wie teilt man Ideen? Wie teilt man Geld?“ will APiG eine nachhaltige Selbstermächtigung der Tanz- und Performance-Szene befördern – sowohl durch die Entwicklung konkreter neuer Ansätze für eine projektübergreifende Finanzierung von Tanzkunst, als auch durch die Bündelung von Energien und Ressourcen.

    Termine & Aufführungen

  • EINTANZHAUS: EINTANZHAUS+

    EINTANZHAUS: EINTANZHAUS+

    Kofinanziert von: Stadt Mannheim, Land Baden-Württemberg

    Mit dem EinTanzHaus in der Trinitatiskirche wurde 2017 unter der Leitung von Daria Holme und Éric Trottier in Mannheim ein Zentrum für zeitgenössischen Tanz in einem Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung geschaffen. Bereits im Entstehungsprozess war das Haus mit der 200 Quadratmeter großen Bühne durch die einmalige Synergie von Architektur, kultureller Plattform und künstlerischer Eigeninitiative geprägt. Mit der Realisierung des Programms EinTanzHaus+ wird die Weiterentwicklung der regionalen Spielstätte zu einem Produktionshaus mit internationaler Ausstrahlung ermöglicht.
    In den kommenden drei Jahren baut das EinTanzHaus im Rahmen seiner TANZPAKT-Förderung in mehreren Schritten sein Programm und seine Netzwerke aus und schafft nachhaltige Strukturen für den zeitgenössischen Tanz in Deutschland.
    Zunächst werden die Bedingungen für regionale Künstler und Künstlerinnen mit Angeboten wie einem täglichen Profitraining, Fortbildungsmaßnahmen und Produktionsmöglichkeiten verbessert. Begleitend präsentiert das EinTanzHaus Gastspiele von Kompanien aus dem Bundesgebiet und dem Ausland. Ein inhaltlicher Schwerpunkt sind dabei Formate zwischen Tanz, Musik und Bildender Kunst, die über bekannte Arbeitsmodelle hinausgehen. Um diese interdisziplinäre Zusammenarbeit voranzutreiben, bildet das EinTanzHaus Netzwerke mit Partnern wie der der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und dem ZKM Karlsruhe. Geplante Projekte sind unter anderem ein Kunstpreis für interdisziplinäre Tanzprojekte, gemeinsame Diskursveranstaltungen sowie Residenzen.

    Das EinTanzHaus liegt mitten in den Mannheimer Quadraten und will ein Haus für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt sein. Im Rahmen von Diskursveranstaltungen beginnt hier ein gemeinsamer Dialog von Künstler*innen, Fachexpert*innen und Publikum über die Kunst unserer Zeit. Ein neues und ganz besonderes Angebot gibt es für Kinder. 2018 gründet das EinTanzHaus eine Junior Dance Company, die mit regelmäßigem Training und eigenen Produktionen den tanzbegeisterten Nachwuchs fördert.

    Termine & Aufführungen

  • fabrik moves: „EXPLORE DANCE! Tanz für junges Publikum entdecken“

    fabrik moves: „EXPLORE DANCE! Tanz für junges Publikum entdecken“

    Kofinanziert von: Land Brandenburg, Stadt Potsdam, Land Hamburg, Stadt München

    Mit der Förderung des gemeinsamen Projekts von Fokus Tanz – Tanz und Schule e.V. München, fabrik Potsdam und K3 | Tanzplan Hamburg wird eine landesweit bestehende Lücke im Kulturangebot für Kinder und Jugendliche geschlossen: „EXPLORE DANCE“ zielt auf eine nachhaltige Stärkung und künstlerische Entwicklung des Bereichs Tanz für junges Publikum. In den kommenden drei Spielzeiten werden etablierte Choreograf*innen innerhalb des bundesweiten Netzwerks nach Potsdam, München und Hamburg eingeladen, um neue Arbeiten für junges Publikum zu entwickeln und zu präsentieren. Gegenseitige Gastspiele ermöglichen, dass die Stücke an verschiedenen Orten wahrgenommen werden. Eine Plattform bündelt einmal jährlich in einer der drei Partnerstädte die entstandenen Produktionen und bietet die Gelegenheit zur Begegnung von Veranstalter*innen und Künstler*innen, dem jungen Publikum, Pädagog*innen und Eltern. Ein angeschlossenes Symposium stärkt dabei den überregionalen und internationalen Fachaustausch auf dem Gebiet des Tanzes für junges Publikum. Die Plattformen werden 2019 in Hamburg, 2020 in München und 2021 in Potsdam stattfinden. Ein Kick-Off-Treffen im Juli 2018 im Rahmen des Festivals THINK BIG! in München bringt alle maßgeblich Beteiligten erstmals zusammen.
    Darüber hinaus etablieren die drei Institutionen jeweils vor Ort langfristige Kooperationen mit Schulen, um die Zielgruppe direkt in die Arbeitsprozesse der Künstler*innen zu integrieren. Das Projekt schafft somit die Grundlage für ein nachhaltiges, kontinuierliches und qualitativ hochwertiges Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm im zeitgenössischen Tanz für Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 15 Jahren und stärkt die Sichtbarkeit der Kunstform zeitgenössischer Tanz im Bereich der darstellenden Künste für junges Publikum.

    Termine & Aufführungen

  • Kulturamt Freiburg: „Kooperatives Tanzentwicklungskonzept Freiburg“

    Kulturamt Freiburg: „Kooperatives Tanzentwicklungskonzept Freiburg“

    Kofinanziert von: Stadt Freiburg, Land Baden-Württemberg

    Die Stärke des freiburgspezifischen Modells liegt in einer engen Verzahnung zwischen dem tanznetzIfreiburg – einer gemeinsamen Initiative von freier Tanzszene und bewegungsart freiburg e.V. – und dem soziokulturellen Zentrum E-WERK Freiburg e.V. als zentralen Produktions- und Präsentationsort in Freiburg. Das Tanzentwicklungskonzept wurde gemeinsam mit dem Kulturamt der Stadt Freiburg als aktiven Mitgestalter erarbeitet und in der städtischen Kulturpolitik auf den Weg gebracht.

    Mit der Förderung des „Kooperativen Tanzentwicklungskonzepts Freiburg“ soll in den kommenden Jahren bis 2021 die für Freiburg spezifischen Kernkompetenzen und Alleinstellungsmerkmale gestärkt und der freie Tanz in Freiburg für den nationalen und internationalen Wettbewerb befähigt werden. Drei Arbeitsfelder beschäftigen sich erstens mit der Entwicklung von Produktionsformaten in neuen Produktionszusammenhängen, zweitens der Weiterentwicklung von temporären Angeboten und Projekten, die zu den Kernkompetenzen der Freiburger Tanzszene gehören und drittens dem Ausbau von kontinuierlichen Qualifizierungsbausteinen, die für die künstlerische Entwicklung von Tanzschaffenden unerlässlich sind.

    So soll die Attraktivität des Tanzstandortes Freiburg gestärkt und die freie Tanzszene Freiburgs national und international angebunden werden. Die zentralen Zielsetzungen verbinden sich mit einer Steigerung von Qualität durch die Optimierung und Schärfung der Produktions- und Qualifizierungsbedingungen vor Ort sowie der Ausweitung der überregionalen Vernetzung durch den Austausch mit anderen nationalen und internationalen Gastspielorten und Festivals. Die Vermittlung produktionsrelevanten Know-Hows und die Schaffung von Organisations- und Beratungsstrukturen erweitern die persönlichen beruflichen Kompetenzen.

    Termine & Aufführungen

  • MOUVOIR/Stephanie Thiersch: „Gastgeberschaft“

    MOUVOIR/Stephanie Thiersch: „Gastgeberschaft“

    Kofinanziert von: Land Nordrhein-Westfalen, Stadt Köln

    MOUVOIR/Stephanie Thiersch entwickelt mit „Gastgeberschaft“ diskursive Formate für Künstler*innen, Expert*innen und Interessierte. Es wird ein Raum geschaffen, in dem praktische Erfahrungen politisch diskutiert werden mit den offenen und interdisziplinären Methoden und Mitteln einer freien Kompanie. Denn was feste Häuser bereits seit Jahren aufbauen, fehlt der Freien Szene bislang: Eine Bindung des Publikums, eine Einladung zur Begleitung von Künstler*innen, Themen und Schwerpunkten. Mit der Förderung von „Gastgeberschaft“ soll dieses Defizit ausgeglichen werden.

    MOUVOIR/Stephanie Thiersch positioniert sich als Gastgeber mit folgenden Themenschwerpunkten:

    1. Musik und Tanz als hybride Kraft
    Seit 2012 beschäftigt sich MOUVOIR/Stephanie Thiersch mit dem Potential der interdisziplinären und verbindenden Kraft von Tanz und Musik. Das Herausarbeiten ihrer historischen Unterschiede und gesellschaftspolitischen Einflussnahme, die seit 30 Jahren als globales Phänomen starker Hybridisierung unterliegen, ist zentral. Dieser Wandel hat eine politische Dimension, die von besonderem Interesse für die Kompanie ist.

    2. Offene Architekturen
    Welche zukunftsweisenden Raummodelle gibt es, die neue Allianzen in der Theaterlandschaft ermöglichen? Ausgehend von dieser Frage soll langfristig das Modell Bühne befragt werden – im und außerhalb des Theaters.

    3. Postkolonialismus/Globaler Feminismus
    Den dritten Schwerpunkt bildet die transkontinentale Gastgeberschaft, die die Vernetzung afrikanischer und europäischer Einzelkünstler*innen fördert. Im gemeinsamen Forschen an aktuellen Themen des Postkolonialismus und in der Umsetzung konkreter künstlerischer Projekte werden festgelegte kulturelle Narrative analysiert und Fragen der kulturellen Hegemonie aus alternativer Perspektive beleuchtet.  

    Für diese Themen erarbeitet MOUVOIR/Stephanie Thiersch Formate der Gastgeberschaft, die die bestehende künstlerische Arbeit um die gewünschte öffentliche und politische Diskussion und die nachhaltige Erfahrung erweitern:

    - Partizipatives Gastgeben
    Unabhängig vom eigentlichen Produktionszeitraum will die Kompanie mit Künstler-Expert*innen aller Sparten international zusammenarbeiten, um Methoden und Themen zur Diskussion zu stellen. Das Format dient dem ergebnisoffenen Arbeiten ohne Produktionszwang.

    -Kontextualisierendes Gastgeben
    Für Vermittlung und Publikumsanbindung probt dieses Format den Spagat zwischen wissenschaftlicher Diskussion, Öffnung kreativer Prozesse und Vermittlung der genannten Schwerpunkte.

     

    Termine & Aufführungen

     

  • Sophiensæle: „Making A Difference“

    Sophiensæle: „Making A Difference“

    Kofinanziert von: Land Berlin

    Mit der Förderung von „Making A Difference“ wird der Tanz mit und vor allem auch von Performer*innen und Choreograf*innen mit körperlichen und/oder sensorischen Behinderungen unterstützt. Der zeitgenössische Tanz wird so um eine Ästhetik der Differenz ergänzt. Hierfür haben sich verschiedene Berliner Institutionen zusammengeschlossen:  Sophiensæle, Tanzfabrik Berlin, Uferstudios, tanzfähig, Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin (HZT), TanzZeit, Diversity Arts Culture und Zeitgenössischer Tanz Berlin (ZTB). Denn in Berlin ist Tanz von und mit Künstler*innen mit Behinderungen trotz einer ansonsten vielfältigen und großen Szene bislang nahezu eine Leerstelle, obwohl ihre Perspektiven und spezifischen Körperlichkeiten und Wahrnehmungen dem zeitgenössischen Tanz unverzichtbare Impulse geben können und auch im Hinblick auf eine Diversität der Repräsentationen auf der Bühne nicht fehlen dürfen.
    Zentrale Leitlinie des Programms ist die Besetzung künstlerischer und nicht-künstlerischer Leitungs- und Expertenpositionen überwiegend mit Menschen mit Behinderungen, da sich in der Teilhabe an Entscheidungs- und Gestaltungsmacht gesellschaftliche Gleichberechtigung vollzieht. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Vernetzung der Berliner Szene mit international herausragenden Künstler*innen mit Behinderung, die die lokale Szene auch als Mentor*innen unterstützen. Das Projekt wird von einem internationalen Researchboard begleitet, dem Claire Cunningham, Pedro Machado, Sindri Runudde, Silke Schönfleisch und Kassandra Wedel angehören.
    Geplant ist ein mehrjähriges Programm mit ineinandergreifenden Modulen, das strukturelle Impulse setzt, um die vielfältigen Ausschlussmechanismen zu durchbrechen. In drei choreografischen Laboren forschen Berliner und internationale Künstler*innen mit Behinderungen zu aktuellen Themenstellungen. In vier einmonatigen Doppel-Residenzen arbeiten internationale und lokale Choreograf*innen mit Behinderungen an eigenen Projekten, wobei letztere im Anschluss eine Produktionsförderung erhalten. Drei Tanzproduktionen werden von Expert*innen der Aesthetics of Access beraten, Möglichkeiten der Zugänglichkeit im künstlerischen Prozess mitzudenken, sodass diese integraler Teil der Performance werden. Durch kontinuierliche Community-Arbeit, Workshops und ein personalisiertes Ausbildungsprogramm wird tänzerischer Nachwuchs mit Behinderungen in allen Altersgruppen aufgebaut, für den die bestehenden Trainingsangebote durch Teacher-Trainings stärker geöffnet werden. Eine abschließende internationale Konferenz erforscht das Thema in seiner Spezifik und Vielfalt und denkt es mit intersektionaler Perspektive weiter.

    Termine & Aufführungen

  • Tanzregion Vorpommern e.V.: „Vorpommern tanzt an“

    Tanzregion Vorpommern e.V.: „Vorpommern tanzt an“

    Kofinanziert von: Land Mecklenburg-Vorpommern

    Der neu gegründete Verein Tanzregion Vorpommern ist ein Zusammenschluss von Perform[d]ance (Stralsund), schloss bröllin (Fahrenwalde) und dem Theater Vorpommern (Stralsund, Greifswald & Putbus). Mit der Förderung von „Vorpommern tanzt an“ werden diese drei Institutionen dem zeitgenössischen Tanz in der Region Vorpommern eine Plattform geben und seine überregionale Ausstrahlung stärken.

    Tänzer*innen und Tanzvermittler*innen werden durch die Schaffung neuer Produktionsstrukturen und Aufführungsmöglichkeiten unterstützt und angeregt, sich auszutauschen, weiterzubilden und ihren Arbeitsschwerpunkt in der Region zu etablieren. Das Projekt schafft eine lebendige Plattform für die Tanzszene und die Bewohner*innen Vorpommerns. Auf Schloss Bröllin können sich Tanzschaffende in Residenzen mit zentralen Themen Vorpommerns auseinandersetzen und Tanzproduktionen entwickeln, die anschließend in den Häusern des Theater Vorpommern gezeigt werden.
    Um der Abwanderung des künstlerischen Potentials entgegenzuwirken, wird zusammen mit tanzschaffenden und -produzierenden Akteur*innen ein auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Mentoring- und Beratungsprogramm entwickelt sowie Produktions- und Präsentationsmöglichkeiten aufgezeigt. Über Vermittlungsaktionen wird ein neues Publikum „angetanzt“.

    Aufbauend auf den Erfahrungen mit Klassenzimmerstücken im Schauspiel werden am Theater Vorpommern jedes Jahr „Klassenzimmerstücke Tanz“ mit bis zu zwei Tänzer*innen entstehen und durch die Schulen touren. Qualifizierungsprogramme für Tanzvermittler*innen werden über zahlreiche Workshops einen landesweiten Pool von Fachleuten der Tanzvermittlung schaffen. Geplant sind 20 Workshops und eine abschließende Fachtagung. Zur Weiterentwicklung von Tanz in Schulen ist die Konzipierung sowie ein Pilotversuch „Profilklasse Tanz“ an einer Stralsunder Schule geplant. Ein jährlich stattfindendes Tanzfest will Tanzschaffende und ein breites Publikum einladen, die Region in Bewegung zu bringen. Zur Verstetigung des Tanzes in Mecklenburg-Vorpommern ist die Einrichtung einer Fachstelle Tanz ab Herbst 2019 geplant. Ihre Aufgabe wird es sein, die Tanzszene vor Ort zu vernetzen, den Dialog mit der Kulturpolitik zu intensivieren und eine überregionale Sichtbarkeit herzustellen.

    www.vorpommern-tanzt-an.de

     

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  • Tanztheater Erfurt: „TanzWert“

    Tanztheater Erfurt: „TanzWert“

    Kofinanziert von: Land Thüringen, Deutsches Nationaltheater Weimar, Theater Erfurt

    Die freie Tanzkompanie Tanztheater Erfurt wird unter der künstlerischen Leitung von Ester Ambrosino gemeinsam mit den strukturell fest verankerten Partnern Deutsches Nationaltheater Weimar und Theater Erfurt ein stabiles Netzwerk aufbauen. Mit der Förderung von „TanzWert“ wird es möglich, dass in beiden Häusern unter optimalen Bedingungen drei Tanzproduktionen unterschiedlicher Formate entstehen. Ein innovatives Vermittlungsangebot soll der Kunstform Tanz in Thüringen zudem ein neues Publikum erschließen.
    Perspektivisch verfolgt „TanzWert“ das Ziel, Tanzinszenierungen wieder in den regulären Spielplänen zu etablieren.
    Anlässlich der „Woche der Demokratie“ zum 100jährigen Jubiläum der Weimarer Republik im DNT startet „TanzWert“ im Februar 2019 mit der Produktion „Reprise“ für drei Tänzer*innen und Livemusik, einer tänzerischen Auseinandersetzung mit der Weimarer Republik.
    Die Spielzeit 2019/20 eröffnet „TanzWert“ am DNT mit der Uraufführung von Ester Ambrosinos Choreografie „face me – sacre“, die „Le sacre du printemps“ von Igor Strawinsky mit einem zeitgenössischen Blick auf das Phänomen der rituellen Selbst-Opferung verknüpft.
    In der Spielzeit 2020/21 wird eine zweite große Produktion mit Orchester am Theater Erfurt entwickelt und zur Premiere gebracht, die sich einerseits thematisch an ein gesellschaftspolitisch relevantes Thema anlehnen und andererseits das Spielzeitmotto des Theaters berücksichtigen wird. Eine literarische Vorlage wird zusammen mit einer zeitgenössischen Bearbeitung eines Orchesterwerks durch einen jungen Komponisten eine reibungsvolle Vorlage bieten, die alle beteiligten Künstler*innen zur kritisch-konstruktiven Auseinandersetzung herausfordert.

    Termine & Aufführungen