INITIATIVE TANZ

Tanz schafft Begegnungen ohne Sprachbarriere. In ästhetischer und thematischer Diversität öffnet Tanz Räume für gesellschaftliche Integration und Dialog. Tanz steht für ein aktives Miteinander von Menschen unterschiedlicher kultureller und sozialer Hintergründe wie Generationen. Tanz hat das außerordentliche Potenzial, gesellschaftlichen Zusammenhalt in urbanen wie in ländlichen Räumen zu stärken – auf der Bühne, im eigenen Erleben, im gemeinsamen Tanzen.

Tanzkünstler*innen kommen aus aller Welt. Tanz geht innovativ voran – in Aufführungsformaten und in der Tanzvermittlung. Über 1.000 freie Ensembles, künstlerische Kollektive und Projekte arbeiten in der freien Szene. 60 feste Ballett- und Tanztheater-Ensembles wirken an den Stadt- und Staatstheatern. Aber Tanzschaffende arbeiten in prekären Verhältnissen, oftmals nur mit Einzelprojektförderungen ohne strukturelle Basis. Um diesen großen Bereich des Tanzes zu stärken, hat sich der Dachverband Tanz Deutschland mit starken kulturpolitischen Akteuren zur Initiativgruppe Tanzförderung verbunden – Bundesdeutsche Ballett- und Tanztheaterdirektor*innen-Konferenz, Bureau Ritter, K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg, Nationales Performance Netz, nrw landesbuero tanz, Tanzbüro Berlin, TanzSzene Baden-Württemberg. Der Dachverband Tanz Deutschland und die Inititativgruppe Tanzförderung gründen gemeinsam mit den Trägern von TANZPAKT Stadt-Land-Bund, NATIONALES PERFORMANCE NETZ und explore dance – Netzwerk Tanz für junges Publikum die INITIATIVE TANZ.

Mit der INITIATIVE TANZ sollen in den Jahren 2025 bis 2026 die Projektförderungen der Länder, Kommunen und des Bundes durch gezielte Bundesförderung so ausgebaut werden, dass Tanz nachhaltig auch in diverse Communities und in die Fläche getragen und Kontinuität für künstlerische Zusammenarbeit erreicht werden kann.

ZIEL der INITIATIVE TANZ ist es,
● Teilhabe an Tanzkunst und Tanzkultur für diverse Communities in der Stadtgesellschaft zu ermöglichen,
● neue Räume für Tanz auch jenseits etablierter Häuser zu schaffen,
● künstlerische Kontinuität und Strukturen aufzubauen, um andere Tanzkulturen in den gesellschaftlichen Dialog einzubeziehen,
● Strukturen zur nachhaltigen Entwicklung des Tanzes in der Fläche zu schaffen,
● mit Tanz ein junges, diverses Publikum zu erreichen.

Die Umsetzung soll durch bewährte Förderinstrumente erfolgen, um
● Tanzförderung nachhaltiger und effizienter zu gestalten,
● angemessene und planbare Honorare für Künstler*innen zu ermöglichen,
● stabile Netzwerke für Produktion und Aufführungen zu schaffen,
● Tanz durch mehr Aufführungen langfristig sichtbar zu machen und
● das Publikum außerhalb des etablierten Kulturbetriebes und auch jenseits der urbanen Zentren zu erreichen.

Die Umsetzung der INITIATIVE TANZ soll über die Fördermodelle NPN und TANZPAKT sowie die Erweiterung des explore dance – Netzwerks erfolgen.

Das komplette Konzept „Tanzförderung Stadt-Land-Bund“ der Initiativgruppe Tanzförderung.

Initiative Stadt-Land-Bund

Die INITIATIVE TANZ ist aus der Initiative Stadt-Land-Bund entstanden, ein in der Kulturpolitik bisher einmaliger Arbeitsprozess, bei dem öffentliche Förderer aus Kommunen, Ländern und des Bundes in einen intensiven Austausch getreten sind, um gemeinsam mit Vertreter*innen der Tanzszene ein bundesweites Modell der Tanzförderung zu entwickeln.
Die Initiativgruppe verbindet seit Frühjahr 2013 in einem Arbeitskreis Referent*innen und Leiter*innen der Fachreferate aus Länderministerien, Kommunen und des Bundes sowie weitere Förder*innen und Expert*innen der Tanzszene. Die Initiativgruppe Tanzförderung, die sich vom Dachverband Tanz Deutschland ausgehend gründete, bestand ursprünglich aus folgenden Mitgliedern: Dachverband Tanz Deutschland, DIEHL+RITTER gUG (jetzt Bureau Ritter gUG), K3 – Zentrum für Choreographie Hamburg, Tanzbüro Berlin und TanzSzene Baden-Württemberg. Ziel der Initiative Stadt-Land-Bund ist eine bundesweit koordinierte, auf Qualität und internationale Ausstrahlung orientierte Tanzförderung. Im Rahmen der Initiative werden die Potenziale der Förderung der Länder und Kommunen verbunden und durch ein effizientes und nachhaltiges Förderinstrument des Bundes ergänzt.
Das Förderprogramm TANZPAKT Stadt-Land-Bund ist Ergebnis und wichtiger Meilenstein dieses kontinuierlich geführten Austausches.

Der Runde Tisch „Tanzförderung“

Im Mai 2014 hatten der Dachverband Tanz Deutschland und die Akademie der Künste erstmalig zu einem Runden Tisch „Tanzförderung“ eingeladen – ein Höhepunkt für den kulturpolitischen Dialog über Tanz. Dieses Treffen brachte alle drei Förderebenen – Kommunen, Länder und Bund – in direkten Austausch und belegte einen grundlegenden Konsens für die Stärkung des Tanzes. Die kulturpolitischen Initiativen in der Folge führten zu einer deutlich stärkeren Sichtbarkeit des Tanzes, zu vielen Initiativen für den Tanz auf lokaler und regionaler Ebene. Weitere Treffen in diesem Format fanden in den Jahren 2016, 2019 und 2023 statt. Sie markierten den Start und die Weiterentwicklung einer kooperativen Tanzförderung Stadt-Land-Bund, insbesondere im Förderprogramm TANZPAKT Stadt-Land-Bund.